Digitale Transformation: Moore’s law und die zweite Hälfte des Schachbretts

Das Moore´sche Gesetz und die zweite Hälfte des Schachbretts

Die Kernaussage des Moore´schen Gesetzes ist, das sich die Rechenleistung integrierter Schaltungen, die für einen Dollar zu erwerben sind, sich jedes Jahr verdoppelt. Gordon Moore machte diese Entdeckung 1965 und prognostizierte das diese Entwicklung wahrscheinlich noch 10 Jahre so anhalten würde.

1975 musste er zwar eine kleine Korrektur vornehmen, denn aus 12 Monaten sind 18 Monate geworden, auf der anderen Seite erwies sich diese Prognose über 4 Jahrzehnte als bemerkenswert stabil.

Verwoben wird diese technische Entwicklung mit der Legende vom Schachspiel Erfinder, der als Belohnung folgendes vorschlug. Auf das erste Feld des Spielbretts 1 Reiskorn zu legen, auf das zweite Feld 2 Reiskörner und auf das dritte Feld 4 Reiskörnen und diese Verdopplung bis zum letzten Feld fortzuführen. Nach der Hälfte (32 Feldern) ist man bei einer Summe von 8 Milliarden Körnern, das ist ohne Frage schon eine große Zahl aber noch in einer Dimension, mit der viele von uns noch umgehen können. Auf der zweiten Hälfte des Schachbretts geht es dann jedoch um Dimensionen die für die meisten von uns nicht mehr vorstellbar sind. Genau genommen Billionen Billiarden und Trillionen sind Größen die das Begriffsvermögen der meisten von uns übersteigen dürften.

Angenommen das Schachbrett des integrierten Schaltkreises hat 1958 begonnen, dann wurde 2006 die zweite Hälfte erreicht. ERIK BRYNJOLFSSON    und ANDREW MCAFEE weisen ausdrücklich darauf hin das diese Metapher nur ein abstraktes Gedankenspiel ist. Auf der anderen Seite sollten wir uns nicht wundern oder zu überrascht sein, wenn es in den kommenden Jahrzehnten in dem ein oder anderen Bereich gigantische technologische Verbesserungen gibt, die unsere heutige Vorstellung übersteigen.

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